Warum sind Kaufnebenkosten so wichtig?
Wer eine Immobilie in Österreich kaufen möchte, darf sich nicht allein auf den Kaufpreis verlassen. Die anfallenden Kaufnebenkosten betragen oft rund 7 % bis 10 % des Kaufpreises und können damit mehrere tausend Euro ausmachen. Eine präzise Kalkulation vor Vertragsunterzeichnung ist essenziell, um die Finanzierung Ihres Eigenheims auf ein solides Fundament zu stellen.
In diesem Ratgeber erfahren Sie, welche Nebenkosten beim Immobilienkauf tatsächlich anfallen, wie hoch die aktuellen Steuersätze sind und warum Sie beim Kauf direkt vom Bauträger deutlich Kosten sparen können.
Wie hoch sind die Nebenkosten beim Immobilienkauf in Österreich?
Sobald Sie Ihre Wunschimmobilie gefunden und sich auf einen Kaufpreis geeinigt haben, ist der wichtigste Schritt eine realistische Prüfung des Gesamtbudgets. Denn zum reinen Kaufpreis gesellt sich in Österreich noch ein Paket an Nebenkosten, das man nicht unterschätzen darf.
Damit Sie nicht den Überblick verlieren, hilft eine einfache Faustregel für die Kalkulation der Kaufnebenkosten:
- Ohne Makler: Rechnen Sie mit ca. 6,5 % bis 7 % des Kaufpreises.
- Mit Makler: Hier steigt der Betrag auf ca. 10 % bis 11 %.
Gerade bei steigenden Immobilienpreisen kann dieser Unterschied erheblich sein.
Pro-Tipp: Besonders bei Neubauprojekten ist die Kalkulation oft transparenter, da viele Variablen (wie Sanierungsstau) wegfallen.
Welche Nebenkosten fallen beim Immobilienkauf an?
In Österreich werden die meisten Nebenkosten prozentual vom Bruttokaufpreis berechnet. Dieser umfasst nicht nur die Wohneinheit selbst, sondern auch dazugehörige Stellplätze, Gartenanteile oder vertraglich vereinbarte Sonderausstattungen.
Hier sind die vier wichtigsten Säulen Ihrer Kalkulation:
1. Grunderwerbsteuer (3,5 %)
Jeder entgeltliche Erwerb eines Grundstücks oder Gebäudes löst in Österreich die Grunderwerbsteuer aus. Diese beträgt standardmäßig 3,5 % des Kaufpreises (inkl. USt).
Ausnahme: Bei Übertragungen im engsten Familienkreis (z. B. Schenkung oder Erbschaft) greift ein begünstigter Stufentarif. Dieser beginnt bei 0,5 % für die ersten 250.000 € des Grundstückswerts und steigt erst danach schrittweise an.
2. Eintragung ins Grundbuch (1,1 %)
Damit Sie rechtlich als Eigentümer:in gelten, muss Ihr Eigentumsrecht im Grundbuch eingetragen werden. Dafür fällt in der Regel eine Gebühr von 1,1 % des Kaufpreises an.
Finanzierungs-Hinweis: Wenn Sie für den Kauf einen Kredit aufnehmen, verlangt die Bank eine Absicherung im C-Blatt (Lastenblatt) des Grundbuchs. Für diese Eintragung des Pfandrechts fallen zusätzliche 1,2 % der Darlehenssumme an.
Wichtig im Jahr 2026: Denken Sie an die aktuelle Gebührenbefreiung (bis Juni 2026). Bei der Schaffung eines Hauptwohnsitzes entfallen diese 1,1 % (und ggf. die 1,2 % Pfandrecht) bis zu einer Kaufpreissumme von 500.000 € komplett.
3. Vertragserstellung & Treuhandabwicklung (ca. 1–3 %)
Der Kaufvertrag muss von einer Notarin/einem Notar oder einer Rechtsanwältin/einem Rechtsanwalt rechtssicher aufgesetzt werden. Die Kosten liegen meist zwischen 1 % und 3 % zzgl. 20 % USt und Barauslagen. Die genauen Kosten hängen vom Umfang der Leistung und der Honorarvereinbarung ab.
Vorteil eines Bauträgers: Wir arbeiten oft mit erfahrenen Vertragserrichter:innen zusammen, die das Projekt bereits im Detail kennen. Das garantiert Ihnen eine schnelle, reibungslose Abwicklung.
4. Maklerprovision (falls zutreffend)
Bei der Vermittlung durch Dritte fällt eine Provision von 3 % netto an. Inklusive der gesetzlichen Umsatzsteuer ergibt das eine Belastung von 3,6 % des Kaufpreises.
Ihr Bonus beim Bauträger-Kauf: Bei Projekten von You Will Like It Living erwerben Sie Ihre Immobilie provisionsfrei direkt von uns. Diese Ersparnis bei der Maklergebühr – oft ein fünfstelliger Betrag – schafft Ihnen wertvollen finanziellen Spielraum. Weitere Informationen Immobilienkauf beim Bauträger haben wir hier für Sie zusammengefasst: Sorgenfrei und provisionsfrei vom Bauträger kaufen.
Rechenbeispiel: So viel macht es aus
Um die Theorie greifbar zu machen, vergleichen wir die Nebenkosten beim Kauf einer Immobilie um € 400.000,- (ohne Finanzierungskosten):

Fazit: Nebenkosten immer mitdenken
Egal, ob Sie ein neues Zuhause zur Eigennutzung suchen oder in eine Vorsorgewohnung als wertstabile Kapitalanlage investieren: Die Kaufnebenkosten müssen von Beginn an ein fixer Bestandteil Ihrer Budgetkalkulation sein.
Eine präzise Kalkulation schützt Sie nicht nur vor finanziellen Engpässen, sondern gibt Ihnen vor allem eines: Sicherheit. Wenn Sie die Nebenkosten kennen, treffen Sie Ihre Kaufentscheidung ohne schlaflose Nächte und mit einem klaren Blick auf die Gesamtrendite oder die monatliche Belastung.
Der Vorteil beim Neubau: Bei uns profitieren Sie von einer klaren Kostenstruktur ohne versteckte Mängel oder unvorhersehbare Sanierungskosten – und da Sie direkt von uns als Bauträger kaufen, sparen Sie sich zudem die komplette Maklerprovision von 3,6 %.




